Ein Tag im Corona Testzentrum Regensburg

von Sophie Freunek

Als Mitglied der DLRG Regensburg hatte ich die Möglichkeit in meinen Weihnachtsferien selbst mit anzupacken und das Testzentrum zu unterstützen. Was für eine großartige Arbeit dort geleistet wird und wie ein typischer Arbeitsalltag aussieht, möchte ich hier berichten.

Um ein Testzentrum zu betreiben, werden viele helfende Hände benötigt. Aufgebaut wurde es Ende August vom Technischen Hilfswerk und der städtischen Berufsfeuerwehr, die auch weiterhin organisatorische Aufgaben vor Ort erfüllt. Die Erfassung der Patientendaten sowie die Ausgabe der Teströhrchen übernehmen im Eingangsbereich die Mitarbeiter der Stadt Regensburg. Das Testen selbst übernimmt die Bundeswehr. Sie wird von Ärzten und Hilfsorganisationen, wie den Maltesern und der DLRG Regensburg unterstützt. Während der Weihnachtsferien wurde das Testen komplett durch die ehrenamtlichen Kräfte der Malteser und der DLRG übernommen. Gerade in den letzten Tagen vor Weihnachten, als ich selbst im Testzentrum eingesetzt war, wurden rekordverdächtige Zahlen von bis zu 1.800 Testungen am Tag erreicht! Vor allem in diesen Tagen waren im Testzentrum Personen jeden Alters anzutreffen, um sicherzugehen, dass man seine Familie nicht gefährdet, wenn man diese an den Feiertagen besuchen wollte. Sogar den Jüngsten war bewusst, dass ein Test notwendig ist, um Oma und Opa zu besuchen. Wir konnten ihnen häufig die Angst vor dem Test nehmen und so schlimm wie erwartet, war es für sie dann auch gar nicht.

Ein typischer Arbeitstag als ehrenamtlicher Helfer im Testzentrum verläuft so:

Wenn man das erste Mal im Testzentrum eingesetzt wird, beginnt der Tag um 7:30 Uhr mit einer Einweisung in die einzelnen Abläufe der Testung. Dazu gehört sowohl die Unterstützung der Bürger bei der digitalen Registrierung und die Beantwortung der dabei aufkommenden Fragen, sowie die Einweisung in die Testung an sich. Diese Einweisung erfolgt durch den verantwortlichen Arzt vor Ort, der einem auch stets unterstützend zur Seite steht. Nachdem der organisatorische Teil abgehakt wurde, ging es für mich zum Testen. Bei den hier durchgeführten Tests handelt es sich um Rachenabstriche. Hierzu wurde ich in eins der zwei Teams eingeteilt, die die Abstriche durchführen. Diese Teams bestehen jeweils aus 2-8 Helfern die sich aufgrund der Belastung, die durch das Tragen der persönlichen Schutzausrüstung (PSA) entsteht, stündlich abwechseln. Unsere PSA besteht aus einem Schutzanzug, einer Brille oder einem Face Shield, einer FFP2-Maske sowie Handschuhen und dient zu unserem Schutz.

Trotz der ernsthaften Arbeit und der angespannten Situation im Lockdown lassen wir uns die Freude am Ehrenamt nicht verderben. Mit etwas Musik im Hintergrund, einem Lächeln im Gesicht, (welches man mit Maske leider nicht sieht) und guter Laune heitern wir die Stimmung bei der Arbeit gerne auf und haben Spaß dabei. Besonders freut man sich, wenn sich der ein oder andere Getestete für die geleistete Arbeit im Zentrum bedankt.

Auch im neuen Jahr wird fleißig weiter getestet. Ein großes Dankeschön an alle Helfer, die sich in den letzten Monaten und Wochen engagiert haben!

4 Kommentare

  1. Ein großes Dankeschön an alle Ehrenamtlichen, die im Testzentrum – bei Eiseskälte – einen großartigen Job machen. Man fühlt sich dort aufgrund der Kompetenz zu jeder Zeit gut und sicher behandelt.

  2. Ein echtes Erlebnis im positvsten Sinn war die Testung am Dultplatz! Top organisiert, so dass der riesige Andrang stressfrei gemeistert werden konnte. Ein Best-Practice-Projekt, von dem viele lernen könnten!

  3. Mir fällt gerade echt ein Stein von Herzen. Jetzt weiß ich gleich aus erster Hand, dass mein Test Ende Januar machbar wird.

    Danke liebe Sophie, danke auch an Karin für die positive Erfahrung nach einer Testung!

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